Unser Engagement
Die ritterliche oder militärische Dimension, die historisch mit dem Orden verbunden ist und an die Wirklichkeiten unserer Zeit angepasst wurde, konzentriert sich in erster Linie auf ein solidarisches Engagement in unmittelbarer Nähe.
Die Mitglieder des Ordens nehmen, unter dem Impuls des Großmagisteriums sowie unter der Leitung der nationalen Königlichen Kommissionen und der regionalen Delegationen, aktiv an den diözesanen und pfarrlichen Missionen in ihren jeweiligen Zuständigkeitsbereichen teil.
Unser soziales Engagement verwirklicht sich in der alljährlichen weihnachtlichen Lebensmittelsammlung, in Hilfsdiensten für obdachlose Menschen sowie in der Sammlung von Mitteln zugunsten von Krankenhäusern, Waisenhäusern oder Altenheimen. Die Logik, die dieses Engagement vor Ort bestimmt, besteht darin, nicht nur finanzielle Mittel bereitzustellen, sondern auch persönlich Hilfe zu leisten – sowohl für die betroffenen Menschen als auch für die Institutionen, die ihnen Betreuung gewähren – dabei den Berichten zu den dringendsten Bedürfnissen aufmerksam zuzuhören und zu helfen.
Im humanitären Bereich haben sich die wichtigsten Aktivitäten vor allem auf punktuelle Maßnahmen konzentriert, die als Reaktion auf konkrete Ereignisse ergriffen wurden, den Handlungsmöglichkeiten des Ordens entsprechend.
Da der Orden nicht über ausreichende Kapazitäten verfügt, um eigenständige Einsatzstrukturen vor Ort zu entwickeln, bestand die Arbeitsweise in solchen Fällen in der Sammlung von Geldmitteln und deren Weitergabe an international wirksame Institutionen wie das Rote Kreuz, Caritas oder die Päpstliche Stiftung „Kirche in Not“. Die Mittelbeschaffung erfolgte dabei über persönliche Spenden der Ritter oder der Delegationen hinaus vor allem durch die Organisation von Benefizveranstaltungen wie Konzerten, Ausstellungen oder Vorträgen. Im letzteren Fall wurde besonderes Augenmerk darauf gelegt, Fachleuten, die mit solchen Krisen vertraut sind, ein Forum zur Vermittlung ihrer Erfahrungen zu bieten, um ein breites Publikum gesellschaftlich zu sensibilisieren. Im Einklang mit der Logik, das Engagement in unmittelbarer Nähe zu bevorzugen, hat der Orden seine Anstrengungen insbesondere auf Krisen in geografischen Regionen konzentriert, in denen er präsent ist.
Angesichts menschlichen Leids und großer sozialer, gesellschaftlicher Krisen und Erschütterungen stellte sich der Orden entschlossen in den Dienst der Bedürftigen. Während der beiden größten Flüchtlingskrisen Europas seit dem Zweiten Weltkriege, infolge der Jugoslawienkriege ab 1992 sowie der seit 2011 andauernden Krise im Nahen Osten, leisteten die Mitglieder konkrete und substantielle Hilfe und begleiteten zahlreiche Menschen auf ihrem Weg in Sicherheit und Hoffnung.
Auch Naturkatastrophen wurden zu einem zentralen Feld caritativen Wirkens. In Zeiten schwerer Prüfung stand der Constantinische Orden den Betroffenen mit tätiger Solidarität und christlicher Nächstenliebe zur Seite – bei den Erdbeben von Assisi (1997), L’Aquila (2009) und Amatrice (2016) ebenso wie angesichts der anhaltenden Not in der Ukraine.
Der Orden entfaltet sein Engagement auch im Bereich von
Kultur,
Bildung
sowie der
Förderung von Geschichte und Kunst. Die nationalen Kommissionen organisieren alljährlich offene Fortbildungstage, bei denen Vorträge zu historischen, künstlerischen oder geistlichen Themen mit Besichtigungen bedeutender Denkmäler und Kulturstätten verbunden werden. Kunstausstellungen sowie Benefizkonzerte zählen zu den häufigen Initiativen, die von den Kommissionen und Delegationen des Ordens angeregt und getragen werden. Darüber hinaus vergibt der Orden Studien- und Ausbildungsstipendien an Schülerinnen, Schüler und Studierende mit begrenzten finanziellen Mitteln.

